Lange habe ich gesucht, aber nichts gefunden: RRDtool Python Bindungs für Windows. Schon gar nicht für 64bit-Versionen von CPython. Daher habe ich jene zumindest für Python 2.7 zusammenkompiliert.
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chjurk's blog
08.01.2012
04.01.2012
Mal anders: Die Wohnungsproblematik in Hamburg
Ich wollte schon länger mal etwas abschweifen und habe nun durchaus Gelegenheit dazu. Heute geht es um die Wohnungsproblematik der Hansestadt Hamburg - ein Problem, dass vielen schon schlaflose Nächte beschert haben dürfte.
Als ich mich vor etwas über einem Jahr entschied nach Hamburg zu gehen, war mir keineswegs bewusst dass es auch einen Mangel an Wohnungen geben könnte. In jeder Stadt mittlerer Größe ist es kein Problem eine Wohnungen zu finden, man kann in der Regel aus einer Auswahl von drei bis vier Wohnungen wählen. Als ich 2004 meine erste Wohnung in einer sächsischen Kleinstadt bezog, konnte ich beim spontanen Besuch einer örtlichen Wohnungsbaugesellschaft noch am selben Tag mehrere Wohnungen besichtigen und letzlich auch für eine entscheiden.
In Hamburg sieht das leider etwas anders aus. Die meisten, die nach Hamburg ziehen möchten, haben zuerst das Problem eine Wohnung zu finden. Die Immobilienbörsen im Internet mögen voll erscheinen, jedoch werden wesentlich mehr Wohnungen benötigt als angeboten werden. Das hat zur Folge dass die verbleibenden Wohnungen teuer sind, man dafür aber nahezu jegliche Ansprüche an die Ausstattung der Wohnung aufgeben muss. Unsanierte Altbauwohnungen sind eher die Regel als die Ausnahme und bei Besichtigungen muss man schon mal ein Auge zudrücken wenn man Wohnungsbesichtigungen zusammen mit bis zu 40 anderen Interessenten durchführt. Wer dort wohl den Zuschlag bekommen wird...
Hamburg ist eine der teuersten Städte Deutschlands. Das spiegelt sich natürlich auch auf dem Wohnungsmarkt wieder: Wer solvent ist, hat in der Regel keine Probleme eine Wohnung zu finden. Wer jedoch ein eher durchschnittliches Gehalt verdient, in der Ausbildung steckt oder gar Student ist, hat eher schlechte Karten. Nahezu jeder zweite Hamburger Bürger ist berechtigt, einen Wohnberechtigungsschein zu beantragen. Dieser wird bei vielen Wohnungen vorausgesetzt, da der Vermieter so zusätzlich finanzielle Mittel von der Stadt bekommt. Weiterhin sind viele Wohnungen im schlechten bis unbewohnbaren Zustand. Schimmel sowie veraltete, ineffiziente Infrastruktur in der Wohnung, nicht gedämmte Außenwände und vieles mehr machen die Wohnungssuche nicht unbedingt einfacher.
Tipps zur Wohnungssuche
Natürlich ist die Situation allgemein nicht gut für die Stadt. Allein durch den Abi-Doppeljahrgang und den Wegfall des Zivildienstes gab es im Herbst sehr viele Studienanfänger und somit auch Menschen die nach einer Wohnung suchen. Viele finden sich in WGs zusammen, da größe Wohnungen aus finanzieller Sicht effizienter sind als kleine Wohnungen. Das liegt daran dass besonders Zwei-Zimmer Wohnungen, aber auch jene mit nur einem Zimmer sehr gefragt sind und oft sehr teuer sind. Neue Wohnungen werden zwar gebaut, allerdings in Stadtteilen wie der HafenCity - also mit ziemlicher Sicherheit mit dem Fokus auf besserverdienende, denn eine Zwei-Zimmer Wohnung dort kostet in etwa 1000 Euro im Monat. Hochhäuser werden in Hamburg offensichtlich nicht gebaut und auch sonst fehlt es den Immobilieninhabern an Attraktivität Wohnraum zu schaffen. So sollen mehr als 1.000.000 m² Büroflächen in Hamburg leer stehen. Bezahlbaren Wohnraum gibt es dagegen nicht. Die Stadt müsste finanzielle Anreize an die Immobilieneigentümer schaffen, um die nicht benötigten Büroflächen zu Wohnraum umzuwandeln. Sicherlich gibt es auch Bedarf an Büroflächen, dieser ist jedoch lange nicht so hoch wie für Wohnungssuchende. Und seien wir mal ehrlich: Wie soll die Stadt weiter wachsen wenn die Menschen kein Zuhause haben. Das bremst natürlich auch die Wirtschaft. Das heißt: Mehr vermietete Wohnungen bedeuten auch mehr vermietete Büros.
Als ich mich vor etwas über einem Jahr entschied nach Hamburg zu gehen, war mir keineswegs bewusst dass es auch einen Mangel an Wohnungen geben könnte. In jeder Stadt mittlerer Größe ist es kein Problem eine Wohnungen zu finden, man kann in der Regel aus einer Auswahl von drei bis vier Wohnungen wählen. Als ich 2004 meine erste Wohnung in einer sächsischen Kleinstadt bezog, konnte ich beim spontanen Besuch einer örtlichen Wohnungsbaugesellschaft noch am selben Tag mehrere Wohnungen besichtigen und letzlich auch für eine entscheiden.
In Hamburg sieht das leider etwas anders aus. Die meisten, die nach Hamburg ziehen möchten, haben zuerst das Problem eine Wohnung zu finden. Die Immobilienbörsen im Internet mögen voll erscheinen, jedoch werden wesentlich mehr Wohnungen benötigt als angeboten werden. Das hat zur Folge dass die verbleibenden Wohnungen teuer sind, man dafür aber nahezu jegliche Ansprüche an die Ausstattung der Wohnung aufgeben muss. Unsanierte Altbauwohnungen sind eher die Regel als die Ausnahme und bei Besichtigungen muss man schon mal ein Auge zudrücken wenn man Wohnungsbesichtigungen zusammen mit bis zu 40 anderen Interessenten durchführt. Wer dort wohl den Zuschlag bekommen wird...
Hamburg ist eine der teuersten Städte Deutschlands. Das spiegelt sich natürlich auch auf dem Wohnungsmarkt wieder: Wer solvent ist, hat in der Regel keine Probleme eine Wohnung zu finden. Wer jedoch ein eher durchschnittliches Gehalt verdient, in der Ausbildung steckt oder gar Student ist, hat eher schlechte Karten. Nahezu jeder zweite Hamburger Bürger ist berechtigt, einen Wohnberechtigungsschein zu beantragen. Dieser wird bei vielen Wohnungen vorausgesetzt, da der Vermieter so zusätzlich finanzielle Mittel von der Stadt bekommt. Weiterhin sind viele Wohnungen im schlechten bis unbewohnbaren Zustand. Schimmel sowie veraltete, ineffiziente Infrastruktur in der Wohnung, nicht gedämmte Außenwände und vieles mehr machen die Wohnungssuche nicht unbedingt einfacher.
Tipps zur Wohnungssuche
- Durchstöbere am besten täglich Internetannoncen sowie den Immobilienteil der Tageszeitungen. So findest du immer die aktuellsten Angebote. Es gilt zwar sich relativ zeitnah beim Wohnungsanbieter zu melden, es ist aber keine Garantie dass man auch bessere Chancen hat. In der Regel spielt der solvente Faktor eine höhere Rolle. Leider.
- Sofern eine Wohnungs als Sozialwohnung deklariert ist, wird ein Wohnberechtigungsschein benötigt. Dieser sichert dem Vermieter zusätzliche finanzielle Mittel zu, die von der Stadt gezahlt werden. Selbst wenn du berufstätig, in der Ausbildung oder Student bist, hast du vermutlich gute Chancen diesen bewilligt zu bekommen, da die Einkommensgrenze in Hamburg ziemlich hoch liegt. Beantragen kann man diesen gegen eine Gebühr in einem der Wohnungsämter.
- Frage auch bei den Hamburger Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften nach. Hier hast du den Vorteil, dass die Wohnungen vergleichsweise preiswert sind und in der Regel courtage-frei sind (es fallen keine Vermittlungskosten an). Viele Wohnungen, insbesondere jene mit Einbauküche, werden oft von Maklern vermittelt. Makler verlangen in der Regel eine Vermittlungsgebühr (die sogenannte Courtage), die von vielen schon nicht aufgebracht werden kann, da selbstverständlich die Kaution weiterhin gezahlt werden muss. Nahezu alle Makler verlangen die maximal gesetzlich erlaubte Vermittlungsgebühr von zwei Kaltmieten. Übrigens: Makler kann jeder sein, für diesen Beruf benötigt man lediglich einen Gewerbeschein. Seid also vorsichtig bei unseriösen Maklern. Bei Zweifel lieber die Finger von der Wohnung lassen.
- In der Regel verlangen die Vermieter eine Vorabauskunft von den Interessenten. Das heißt du benötigst eine Schufa-Auskunft. Diese kannst kannst du einmal im Jahr kostenfrei bei der Schufa beantragen, jede weitere Auskunft kostet. Ob das Kopieren der Auskunft nicht gestattet ist weiß ich leider nicht, jedoch macht es sicherlich keinen guten Eindruck beim Vermieter wenn eine bloße Kopie des Originals vorgelegt wird, denn die Auskunft wird (soweit ich das in Erinnerung habe) auf Papier gedruckt, dass mit einem Wasserzeichen versehen ist. Weiterhin benötigst du einen Gehaltsnachweis bzw. den Nachweis dass du Bafög-Berechtigt bist (sofern du Student bist oder an einer schulischen Ausbildung teilnimmst) und deine Eltern unter der Einkommensgrenze liegen. Ansonsten müssen diese für deine Wohnung aufkommen und hier kann es eben schwierig werden dem Vermieter zu beweisen dass du auch über die finanziellen Mittel verfügst.
- Sollte es zu einer Wohnungsbesichtigung kommen, bereite dich gut darauf vor. Achte drauf, dich gut zu kleiden. Wer mit einem Jogginganzug auf eine Wohnungsbesichtigung geht, katapultiert sich sofort aus dem Rennen. Informier dich bei der Besichtigung ausführlich über die Infrastruktur (Warmwasserversorgung, Heizung, Internet-Verfügbarkeit, etc). Das zeigt dem Vermieter Interesse und du holst dir wichtige Informationen ein, die du unbedingt beachten solltest. So ist zum beispiel drauf zu achten dass du - je nach Möglichkeit - keine Nachspeicherheizungen oder per Fernwärme betriebenen Heizungen nutzen musst, da diese zum Teil wesentlich höhere Heizkosten mit sich bringen als andere Heizungsarten. Auch die Internet-Verfügbarkeit sollte man nicht als selbstverständlich ansehen, denn oft sind die Leitungen überschalten oder es sind keine Anschlüsse mehr vorhanden.
- Zu guter Letzt: Auch wenn es dauert, nicht den Mut verlieren. Eine Wohnung in Hamburg zu finden ist freilich schwer. Ich kenne Leute, die seit über einem Jahr nach einer suchen und bisher völlig erfolglos geblieben sind.
Natürlich ist die Situation allgemein nicht gut für die Stadt. Allein durch den Abi-Doppeljahrgang und den Wegfall des Zivildienstes gab es im Herbst sehr viele Studienanfänger und somit auch Menschen die nach einer Wohnung suchen. Viele finden sich in WGs zusammen, da größe Wohnungen aus finanzieller Sicht effizienter sind als kleine Wohnungen. Das liegt daran dass besonders Zwei-Zimmer Wohnungen, aber auch jene mit nur einem Zimmer sehr gefragt sind und oft sehr teuer sind. Neue Wohnungen werden zwar gebaut, allerdings in Stadtteilen wie der HafenCity - also mit ziemlicher Sicherheit mit dem Fokus auf besserverdienende, denn eine Zwei-Zimmer Wohnung dort kostet in etwa 1000 Euro im Monat. Hochhäuser werden in Hamburg offensichtlich nicht gebaut und auch sonst fehlt es den Immobilieninhabern an Attraktivität Wohnraum zu schaffen. So sollen mehr als 1.000.000 m² Büroflächen in Hamburg leer stehen. Bezahlbaren Wohnraum gibt es dagegen nicht. Die Stadt müsste finanzielle Anreize an die Immobilieneigentümer schaffen, um die nicht benötigten Büroflächen zu Wohnraum umzuwandeln. Sicherlich gibt es auch Bedarf an Büroflächen, dieser ist jedoch lange nicht so hoch wie für Wohnungssuchende. Und seien wir mal ehrlich: Wie soll die Stadt weiter wachsen wenn die Menschen kein Zuhause haben. Das bremst natürlich auch die Wirtschaft. Das heißt: Mehr vermietete Wohnungen bedeuten auch mehr vermietete Büros.
02.01.2012
Hallo 2012!
Hoppla, die Welt wird untergehen. Natürlich wird sie das nicht. Wir blicken auf ein turbulentes Jahr 2011 zurück und sind umso mehr gespannt was im neuen Jahr alles passieren wird. Ob nun Apple an den Erfolg des letzten Jahres anknüpfen kann oder ob Microsoft mit Windows 8, dessen Beta voraussichtlich im Februar erscheinen wird, einen Flop ähnlich Vista landen wird, bleibt offen. Auch ist interessant wie es mit der aktuell anhaltenden Problematik mit den Festplatten weitergehen wird - wir wissen, letztes Jahr wurden große Teile der Produktionsstätten der Festplattenhersteller in Indonesien überschwemmt und die Preise sind aufgrund der Produktionsausfälle und Knappheit drastig gestiegen: Kostete eine 2TB-Festplatte Mitte letzten Jahres noch ca. 50 Euro, muss man nun mit etwa dem dreifachen rechnen. Etwa im zweiten Quartal sollen die Produktionskapazitäten wieder erreicht werden, sodass die Preise wieder sinken werden.
Im letzten Jahr konnte ich einige Projekte ins Leben rufen, die dieses Jahr natürlich weiter gepflegt werden. Darunter fällt beispielsweise eine IPv6-Portierung von Twisted, *der* Netzwerkbibliothek für Python, sowie einige zusätzliche Django-Feldtypen für PostgresSQL. Außerdem soll im zweiten Quartal diesen Jahres ein kommerziell ausgerichtetes Produkt von mir erscheinen, für das die Planung nahezu abgeschlossen und mit der Umsetzung begonnen werden kann.
Ansonsten wünsche ich Euch allen schon Mal ein produktives und erfolgreiches Jahr! :-)
Im letzten Jahr konnte ich einige Projekte ins Leben rufen, die dieses Jahr natürlich weiter gepflegt werden. Darunter fällt beispielsweise eine IPv6-Portierung von Twisted, *der* Netzwerkbibliothek für Python, sowie einige zusätzliche Django-Feldtypen für PostgresSQL. Außerdem soll im zweiten Quartal diesen Jahres ein kommerziell ausgerichtetes Produkt von mir erscheinen, für das die Planung nahezu abgeschlossen und mit der Umsetzung begonnen werden kann.
Ansonsten wünsche ich Euch allen schon Mal ein produktives und erfolgreiches Jahr! :-)
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